Teil I. Lady Chatterley’s Liebhaber

Statt eines Vorwortes

Den Opfern von Psycho-Henkerinnen

Der folgende Text verbindet zeitnahe Beobachtungen mit späteren protokollarischen Auswertungen. Die hier vorangestellten Beschreibungen stehen nicht für sich, sondern bilden den Auftakt einer im Weiteren dokumentierten und überprüfbaren Darstellung.

05. Februar 2015

Werte Damen und Herren,

auf diesen Seiten erfahren Sie einiges über die verborgenen Machenschaften der zunehmend bekannter werdenden Profi-Liebesabzockerin Statjana Neider.

Über Fr. Neider’s machterotische  Ränkespiele haben wir natürlich auch Herrn Schneider als gehörnten Ehegatten informiert, dessen Ruf ja in erster Linie leidet. Nicht nur wenn seine Frau beispielsweise in den Gesprächen mit ihren sogenannten Kunden immer wieder gerne das Bild des ewig müden und ganzheitlich langweiligen Spießergatten, welcher sie in Astana in Kasachstan eingekauft hat, zum Besten gibt.

Eines der letzten Opfer landete schwer gestört in der Psychiatrie, und niemand kann absehen, wozu diese Frau noch weiter imstande ist. Fr. Neider erpresste ihn schlussendlich im Sinne von "Entweder deine Ehefrau oder ich", wobei sie wie üblich schauspielerische Meisterleistungen in der Darstellung leidenschaftlicher Eifersucht und erotischer Hingabe bewies. Kurz nachdem sich dieser Mann dann zugunsten von Statjana dazu entschieden hatte, sich von Ehefrau und Familie zu trennen, beendete sie die Beziehung mit ihm kompromisslos und konsequent.

Wir können aus eigener Erfahrung bestätigen, daß die Dramaturgie ihres Vorgehens im Wesentlichen immer nach folgendem Schema abläuft:

Nach ihren eigenen Worten versteht sie sich als hart an ihrer Karriere arbeitende Frau, wobei sie unter Karriere offenbar ihr "Projekt" versteht, gezielt per Internet vorselektierte Männer in eine Beziehungsdramaturgie zu verstricken, um diese dann mit dem kunstvoll inszenierten Beziehungsende seelisch und ganzheitlich angeschlagen fallen zu lassen. Sie konzentriert sich dabei ausschließlich auf Künstler und Intellektuelle (darunter auch bekannte Persönlichkeiten) jüdischer Abstammung. Interessanterweise verwendet sie auch den antisemitischen Wortbaustein "Pogrom" in allen ihren elektronischen Passwörtern.

Diese Zielgruppe bezeichnet sie für sich als ihre "Kunden", denen gegenüber sie zu Beginn stets als außergewöhnlich treue und seriöse Ehefrau auftritt.

Ihrem Ehemann gegenüber versteht sie sich nach wiederholter eigener Aussage lediglich als "Callgirl", im Sinne der lästigen Verpflichtungen zum sonntäglichen Besuch des Familienhauses in Herschberg zur Wahrung des öffentlichen Scheins. Bei diesen Anlässen beneide sie manchmal sogar ihre Freundin Helen um ihren rel. ungezwungenen Umgang mit dem mittlerweile halboffiziellen Liebhaber Jean Yves, meinte sie einmal.

Nachdem sie ein neues Opfer avisiert hat, fädelt sie zunächst ausschließlich virtuelle Internetbeziehungen ein und schließt dabei die Möglichkeit eventueller späterer realer Begegnungen von vornherein kategorisch aus. Die virtuellen Beziehungen, welche sie dabei aufbaut und langsam wachsen läßt, sind seriös, dauerhaft, romantisch und intensiv.

Nach einer gewissen Phase des Beziehungsaufbaus, wenn Gefühle und Sehnsüchte langsam ihre Eigendynamiken zu entfalten beginnen, kommt es dann doch in wohl dosierter Knappheit ab und an zu vereinzelt zugelassenen realen Treffen, wobei sie die Leidenschaft zwar unschuldig unterschwellig weiter zu entfachen versteht, aber gleichzeitig darauf achtet, daß die reale Beziehung weiterhin rein geistiger Natur bleibt.

Gelegentliche Ausnahmen zelebrierter erotischer   Sinnlichkeit bestätigen hierbei die Regel.

Am Höhepunkt der von ihr souverän gesteuerten Dramaturgie, nachdem sich die Leidenschaft gesteigert hat und zunehmend nach Verwirklichung drängt, erfolgt dann der für das mittlerweile "verliebte" Opfer überraschende Beziehungsabbruch. Um dies möglichst effizient und schmerzhaft zu gestalten, konzentriert sie sich hierbei gerne auf ihr mittlerweile bekannte individuell sensible Bereiche des Opfers ("Dein kleiner Großer hat einfach nicht bis zu meinem Herzen gereicht", oder "Ich will dein Portemonnaie nicht weiter belasten").

Ihr Verhalten ist bis zum überraschenden Ende der Beziehungen stets in jeder Hinsicht vorbildlich. Sie zeigt sich unbestechlich und nicht an Geld interessiert. Teure Geschenke hingegen akzeptiert sie gerne.

Mit der Trennung hält sie es aber dann auf lange Sicht oft doch nicht so konsequent, und taucht ab und an bei dem einen oder anderen "Kunden" gelegentlich überraschend wieder auf, scheinbar bereit für neue Episoden.

Nein-Kampf

6. Februar 2015

Die erste Leserresonanz erwies sich für sie als Desaster — und verdient bereits deshalb eine nüchterne Protokollierung.

Der erhoffte Effekt blieb aus. Außerhalb der einschlägigen Liebesbörsen glaubte ihr niemand ein Wort. Weder das nähere Umfeld noch zufällige Leser, nicht einmal — was besonders ins Gewicht fällt — der eigene Ehemann. Auch der sogenannte „reiche Klaus“, zugleich Verehrer, Sponsor und Kandidat, reagierte nicht mit Bewunderung, sondern mit einem alarmierten Telefonanruf: kurz, stockend, misstrauisch.

Bis zu diesem Zeitpunkt galt ihr Ruf als makellos. Tadellos sogar. Und eben diese Tadellosigkeit wurde ihr zum Verhängnis. Man glaubte ihr — aber man glaubte nicht an das Internet. Die Vorstellung eines parallelen, sorgfältig gepflegten digitalen Doppellebens überforderte die Wahrnehmungskapazitäten ihrer Umgebung. Das „böse Netz“ blieb eine abstrakte Drohkulisse, kein Tatort.

Der erwartete Triumph verpuffte. Der prophezeite Aufstieg zur öffentlichen Figur blieb aus.

Arkadij Tissen, ihr verlässlicher Kammerdiener und Adressat der täglichen Berichte, hatte es vorausgesehen und brachte es trocken auf den Punkt: eine Frage der Wahrnehmungsökonomie. Wer nicht hinsieht, erkennt nichts. Wer nichts erkennt, glaubt nichts.

Dabei mangelte es keineswegs an Belegen. Im Gegenteil. In beachtlicher Zahl lagen Bilder, Texte und Selbstbeschreibungen vor — zusammengestellt, aufbereitet und veröffentlicht nicht von ihr, sondern vom Täter. Das Material war öffentlich zugänglich, jedoch psychologisch unerwünscht. Seine Existenz wurde nicht bestritten — sie wurde ignoriert.

Die eigentliche Hürde war daher keine inhaltliche, sondern eine denkbar banale: der nächste Klick. Vom Anreißer zur Folgeseite, vom ersten Absatz zur Fortsetzung. „Weiter“ — ein unscheinbares Wort, das weniger zur Lektüre einlädt als zur Selbstentlastung. Man klickt nicht. Man will es nicht wissen. Und wer es nicht weiß, darf weiterhin an die eigene tadellose Ordnung glauben.

Parallel dazu lief die Schadensbegrenzung. Auf Facebook übernahm ihre loyale Gehilfin, Fr. Campbell, die gewohnte Vertuschungsarbeit: ein wenig Empörung, ein paar Herzen, einige wohlplatzierte Solidaritätsbekundungen. Die Nachricht versandete zuverlässig.

Die Aussicht, eine bloß lokale Erscheinung zu bleiben — rund zehntausend treue, zahlende Bewunderer — war für Stanja unerträglich. Nach Jahren disziplinierten Selbstmarketings erschien ihr dies als blanke Ungerechtigkeit. Ruhm ohne Titel ist unerquicklich. Ruhm ohne Referenzen nicht skalierbar.

Der nächste Schritt folgte folgerichtig: der Gang zur Instanz, die Bedeutung verleiht, wo Aufmerksamkeit allein nicht mehr ausreicht.

Im Polizeirevier begegnete man ihr überraschend wohlwollend. Die angehende Prominente genoss Aufmerksamkeit, verteilte Autogramme, lächelte routiniert.

Der Auftritt saß. Der Ansatz war so einfach wie kalkuliert: der Beweis durch Anzeige. Ein Verfahren wegen Verleumdung sollte die veröffentlichte Wahrheit amtlich zur WAHRHEIT erheben — nicht, um sie zu widerrufen, sondern um ihr den Stempel der Verlässlichkeit zu verleihen. Wenn das Umfeld schon nicht glauben will, dann soll es eben glauben müssen.

Einen Anlass gab es ohnehin. Der Computer sei gehackt worden, sämtliche Accounts kompromittiert. Dass einer ihrer Kunden diese Maßnahmen auf ihre eigene Veranlassung hin durchgeführt hatte, blieb unerwähnt. Eine Besichtigung ihres Rechners war — im Lichte des von ihr selbst angestoßenen „Hacks“ — keine Überraschung, sondern der erwartbare nächste Schritt. Wer den Schlüssel verteilt, braucht sich über geöffnete Türen nicht zu wundern.

Neugierig auf Akteneinsicht?

Im Folgenden präsentieren wir eine Auswahl von Fakten, die die Lücken der Erstveröffentlichung teilweise schließen. Zwar wurde deren Publikation nicht ausdrücklich erbeten, doch gingen wir von Frau Neiders stillschweigender Zustimmung aus.

Ein kleines Dankeschön für Stanja.

Für ihre jahrelange, mit bemerkenswerter Verbissenheit und ohne jede Vergütung geleistete Betreuung einer Funs-Community.

Denn seien wir ehrlich:

Was ist heutzutage schon eine Prominente ohne eigene Homepage?

Unternehmens Portfolio

Aus den Zeugenvernehmungsprotokollen vom 06.02.2015 und 16.02.2015:

Was folgt, sind keine literarischen Zuspitzungen, sondern Auszüge aus formalen Zeugenvernehmungen. Sie wurden nicht zu Unterhaltungszwecken erstellt und auch nicht mit Blick auf spätere Veröffentlichungen formuliert. Ihr Ton ist nüchtern, ihre Sprache funktional, ihre Aufgabe eindeutig: Sachverhalte festzuhalten.

Gerade deshalb verdienen sie besondere Aufmerksamkeit. Denn in ihrer unfreiwilligen Trockenheit sagen diese Protokolle oft mehr als jede nachträgliche Erzählung. Sie dokumentieren nicht nur Antworten, sondern auch Auslassungen, Verschiebungen und jene bemerkenswerte Elastizität des Erinnerns, die erfahrungsgemäß immer dann auftritt, wenn Fakten dem eigenen Selbstbild im Wege stehen.

Wir beschränken uns im Folgenden auf ausgewählte Passagen. Nicht aus Mangel an Material — im Gegenteil — sondern aus Rücksicht auf die Lesbarkeit. Die vollständige Aktenlage liegt vor. Was hier zitiert wird, genügt, um das Muster zu erkennen.

Kommentare sind beigefügt, wo sie der Einordnung dienen. Nicht, um Aussagen zu verfälschen, sondern um sie vor vorschneller Verharmlosung zu schützen.

Aussage
Kommentar

Bemerkenswert ist zunächst die gewählte Konstruktion:
Nicht „ich tat“, sondern „man stellte mich so dar, als ob ich getan hätte“.
Eine elegante Form der Distanzierung — mit dem Vorteil, dass der Vorwurf vollständig ausgesprochen wird, ohne ihn sich zu eigen machen zu müssen.

Der Inhalt dieser angeblichen Fremddarstellung deckt dabei bereits das gesamte später dokumentierte Handlungsspektrum ab:
Kontaktaufnahme (meist über das Internet), materielle Zuwendungen, sexuelle Andeutungen, abrupte Abbrüche sowie eine gezielte Abwertung des Ehemanns im digitalen Umfeld.
Alles ist bereits da — nur noch nicht als eigene Handlung, sondern als empörte Nacherzählung.

Frage / Antwort
Kommentar

Die Aussage ist präzise dort, wo sie harmlos erscheint, und auffallend unpräzise dort, wo sie überprüfbar würde. Zwei Männer. Eine Frau. Orte genannt. Namen vergessen.

  1. Die Plattform party.ru existiert nicht.
    Zumindest nicht als konkrete, überprüfbare Seite. Der Verweis dient der Vereinfachung — und der Vernebelung.
  2. Allein 2012–2014 sind mindestens fünfzehn männliche persönliche Kontakte belegbar.
    Im September 2014: 1880 Kontakte, davon drei Frauen, verteilt auf zwei parallel betriebene Profile. „Zwei Männer und eine Frau“ ist keine Erinnerung, sondern Reduktion.
  3. Die Gedächtnislücke ist selektiv.
    Namen verschwinden, Zahlen nicht.
    In Berichten an den „Sekretär“ Arkadi T. bleibt der Kundenstamm der letzten fünf Jahre erstaunlich präsent — selbst mitten in der Bettbeziehung mit Valeri.

Wozu der ganze Aufwand?
Damit Sie sich nach dem Abgleich mit den Bildern aus der Befundgalerie plastisch vorstellen können, was später im Gerichtssaal unter der Überschrift „Verleumdung“ verhandelt wurde.

Oder hätten Sie es lieber etwas deftiger?
„Gib mir Deckung!“ — rief Stanja ihrer braven Dienerin zu.

Denn tatsächlich rechnete unsere Heldin mit Verstärkung. Frau Campbell begab sich ebenfalls zum Revier — selbstverständlich nicht ohne Anlass.

Während ihrer Russischstunden arbeiteten sich beide in entspannter Atmosphäre durch die Feinheiten der Muttersprache — bevorzugt anhand von Chats mit Männern. Das didaktische Material war reichhaltig, die Diskussionen lebhaft. (Nicht böse gemeint: offiziell gelten beide als Lehrerinnen.)

Eines Tages jedoch tappte Helen beim Abruf ihres E-Mail-Postfachs vom Rechner Stanjas in eine Falle. Sie wurde von einem dort seit rund einem Jahr ansässigen Pferdchen erwischt — einem stillen Beobachter ehe- und hausfraulicher Netzaktivitäten. Wir halten fest: Das Tierchen lebte dort vollkommen legitim.

Bis zum Rand gefüllt mit „Lernstoff“ geriet in den späteren Aussagen so einiges durcheinander:

  • Heimatstadt und Wohnsitz,
  • Haus- und Hotelbesuche, die zu „Cafétreffen“ schrumpften,
  • und nicht zuletzt Zuschreibungen fremder Aussagen über angebliche „Callgirl“-Tätigkeiten.

Noch knuspriger?
Ein Blick in Frau Campbells Postfach hätte einiges geboten — ebenso wie der auf ihren Rechner. Der daraus resultierende ÜberSchneider würde jedoch den Rahmen dieses Märchens sprengen und den tadellosen Ruf der Beteiligten nicht zwingend veredeln. Vielleicht ein andermal.

Und nun zurück zu unseren Rapunzeln.
Als Vorspeise servieren wir Ihnen eine Bildergalerie zum Thema:
„Stanja über sich selbst“.

Lassen Sie sich’s schmecken.

Werte, Berufung, Motto
Unternehmens-Eckdaten und Kundenumsatz
Promi-Geständnisse
Wort und Tat

Außenhandelsmodell: Werbung und Aktionen

Aus den Zeugenvernehmungsprotokollen vom 06.02.2015 und 16.02.2015:

Aussage
Kommentar

Im Ursprungstext fand sich nicht einmal ansatzweise eine Andeutung von Sexangeboten.
Berichtet wurde vielmehr über das genaue Gegenteil — einschließlich des ausdrücklichen Ausschlusses späterer realer Begegnungen.

Umso bemerkenswerter ist der Versuch, uns nachträglich entsprechende Unterstellungen in den Mund zu legen.
Wir kommen diesem offenkundigen Wunsch der geschätzten Dame hiermit entgegen und bestätigen ihre diesbezüglichen Aktivitäten nun ausdrücklich — nicht aus Behauptungslust, sondern beleggestützt.

Siehe hierzu: Befundgalerie.

Frage / Antwort
Kommentar

Flirts: ja.
Sexuelle Absichten: nein.
Eine saubere Trennung — jedenfalls auf dem Papier.

Frage / Antwort
Kommentar

Wir bestätigen ausdrücklich, dass Frau Neider in dem Videoclip mit Geige – ebenso wie auf den zahlreichen weiteren Bildern – nicht erotisch bekleidet war.

Frage / Antwort
Kommentar

Eine überaus charmante Amnesie...

Lange Rede, kurzer Sinn — serviert ohne Beilagen:

Angeblich gilt Folgendes:

  • Keine Sex-Angebote.
  • Keine erotischen Bilder verschickt.
  • Erotische Bilder existieren.
  • Versand ausgeschlossen.
  • Zugriff nur durch Hack.

Eine Kette von Aussagen, so logisch geschlossen, dass sie sich selbst trägt — vorausgesetzt, man stellt keine weiteren Fragen.

Preispolitik: (Mit)glieder-Beiträge

Aussage
Kommentar

Die Unterstellung bezieht sich auf die Passage "Sie zeigt sich unbestechlich und nicht an Geld interessiert. Teure Geschenke hingegen akzeptiert sie gerne." im Ursprungstext.

Die beiden Teilbehauptungen mögen widersprüchlich klingen, beschreiben jedoch das Kundenverhalten von Frau Neider bemerkenswert genau. Die im Urteil vom 19.07.2017 gewählte Charakterisierung als „ambivalent“ ist höflich formuliert – aber inhaltlich kaum zu widerlegen.

Mit „aushalten lassen“ hat dies unseres Erachtens nichts zu tun. Im nachfolgenden Abschnitt „Ränkespiele“ werden wir darlegen, dass es sich bei Frau Neiders Projekt vielmehr um eine Form des seelischen Aushaltenlassens handelt.

Frage / Antwort
Kommentar

Bücher hat der Herr nie geschrieben.

Frage / Antwort
Kommentar

Die Ohrringe – und keineswegs nur diese – waren allerdings ein Traugeschenk (siehe Befundgalerie).

Herz IV: Leistungsträgerin

Frage / Antwort
Kommentar

„So etwas“ hatte Stanjuschka im Zeitraum 2012-2014 nachweislich mit mindestens drei Männern. Für den Zeitraum 2007–2012 liegen uns keine Zahlen vor.

Der Sponsor

Aussage
Kommentar

Siehe Befundgalerie.

Datenschmutz: Für den engeren Bekanntenkreis

Frage / Antwort
Kommentar

Die Aussage ist eindeutig: alles erfunden, alles gelogen, nichts gesagt. Gleichzeitig werden beiläufig private Details Dritter bestätigt — und um eigene ergänzt.

Der behauptete „Datenschmutz“ ist damit weniger eine Frage des Inhalts als der Zirkulation: Nicht was bekannt ist, sondern woher und bei wem es plötzlich bekannt ist.

Hinweis

Fühlen Sie sich frei, ob als Verwandter oder als Kunde, uns zu kontaktieren, sofern Sie in der Befundgalerie nicht vertreten sein sollten. Diese war ausdrücklich nicht als Ausstellung, sondern ausschließlich für das Gericht bestimmt.

Zu Ihrer Beruhigung: Die uns bislang vorliegenden Memoiren von Stanja sind in anonymisierter Form verfasst.

Die Hobby-Sammlerin

(von Scheidungsurkunden und Heiratsanträgen)

Die Pogromeisterin

Zur Ehre von Frau Neider sei festgehalten, dass ihre Angaben korrekt sind.
Dass sie dabei Wesentliches vergessen hat, macht eine Ergänzung zum linken Bild erforderlich.

Und nun zum Dessert:

Wir nähern uns nun dem zentralen, in der Bildmitte gelb markierten Anklagepunkt, der in den folgenden vier Abschnitten behandelt wird.
Zentral deshalb, weil er das mit Abstand lebhafteste Interesse des Gerichts weckte und folgerichtig am ausführlichsten erörtert wurde.

Dem Richter wurden die Befunde unserer liebesforensischen Untersuchungen vorgelegt: dokumentierte Verläufe, wiederkehrende Muster und präzise datierte Endpunkte aus Frau Neiders Beziehungsdynamiken.

Um den Vorwurf der Verleumdung zurückzuweisen, hätte ein bloßer Verweis auf diese oder diese von Frau Neider zum Motto erhobenen Formulierungen, die sich allenfalls als harmloser Flirt deuten ließen, ersichtlich nicht ausgereicht.

Was dem Gericht vorgelegt wurde, war keine lose Abfolge von Begegnungen, sondern eine Serie dokumentierter Abbrüche — eine Vielzahl sorgfältig präparierter Leichen aus Frau Neiders Liebesleben.

Wir greifen nun bereits zum fünften Mal auf die Aussage von Frau Neider zurück.

Aussage
Kommentar

Allerdings nicht durch schlichtes Abservieren, sondern durch ein gezielt herbeigeführtes Fallenlassen. Damit sind wir beim Wesentlichen.

Denn es geht nicht um den Abbruch an sich, sondern um den Moment davor: um die systematische Steigerung von Nähe, Erwartung und Bindung — und um den kontrollierten Entzug im entscheidenden Augenblick. Genau dieses Muster haben wir belegt (vgl. russische Seite).

Ein Herz dürfte kaum als billiges Geschenk durchgehen. Frau Neiders Appetit und die Art ihres Männerverbrauchs erlauben es uns daher, nicht von materiellem „Aushaltenlassen“, sondern von einem geistlichen wie seelischen Aushaltenlassen zu sprechen (siehe vierte Runde unten).

Sie operiert im „halböffentlichen“ Modus. Dadurch erhalten andere Kunden der Plattform sowie unbeteiligte Dritte zumindest ausschnittsweise Einblick in den jeweiligen Status der laufenden Beziehung. Möglich wird dies durch kontextbezogene Kurztexte, überwiegend an den aktuellen Kunden gerichtete Mitteilungen, die sie öffentlich in ihrem Profil platziert.

Der Kunde erlebt sich dadurch im Brennpunkt der Aufmerksamkeit eines Publikums. Zugleich dokumentieren diese Mitteilungen bestimmte, wiederkehrende emotionale Zustände, auf die wir später noch zurückkommen werden.

Zu den am feinsten ausgearbeiteten Instrumenten dieser webbasierten Liebesabwicklung zählt Frau Neiders eigentümliche Nachrichten-Verschlüsselungstechnik. Bewusst eingesetzte Zweideutigkeit bei Ankündigungen dient der gezielten Verunsicherung des Kunden und eröffnet zugleich einen erheblichen Spielraum für nachträgliche Umdeutungen.

Der Stil dieser Botschaften lässt sich treffend als symbolistisch bezeichnen.

Macht-

Mitunter, bei einzelnen Kunden durchaus ausgeprägt, werden ernsthafte Gefühle oder entsprechende Anzeichen davon demonstriert — vollständig entlang des bekannten Repertoires des Genres.

So viel zur Macht.

erotische

Das festgestellte Spektrum erwies sich als überraschend schmal: durchgehend dem Typus „La Vieille Fille“ verpflichtet — anschlussfähig allenfalls für ältere Herren oder streng puritanisch sozialisierte Jugendliche.

Ränkespiele
1. Runde: Zwischen „Nein heißt Nein“ und dem Kampf um Sexistenz

Drei Jahre Belästigung, banal im Kern, neiderotisch im Ton.

Aussage
Kommentar
  1. Die zeitliche Einordnung „vor ca. 4 Jahren“ ist unzutreffend.
    Das beschriebene Erstereignis fällt nicht in das Jahr 2011, sondern liegt rund acht Jahre zurück, mithin im Jahr 2007 — also am Tag nach Frau Neiders damaliger „Anmeldung“.
  2. Anhand der Personenbeschreibung konnte sich der Beschuldigte nicht wiedererkennen.
    Auffällig ist die Detailtiefe bei Äußerlichkeiten bei gleichzeitiger Unschärfe bei Sachverhalten.
  3. Offenbar genügte es, dass der einzige höflich entschuldigende Kunde mangelndes sexuelles Interesse bekundete.
    Die Reaktion folgte prompt: eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Arschloch“, verteilt im Bekanntenkreis.
  4. Auf die zunächst genannten zwei Treffen folgten im Jahr 2012 weitere über ein Dutzend Begegnungen, darunter ein halbes Dutzend bemerkenswert hitziger Episoden mit dem angeblich „psychisch gestörten“ Mann (vgl. zweite und dritte Runde).
  5. Auf die kundenseitige Zurückweisung folgte eine rund dreijährige Phase beharrlicher Belästigungen: sporadische schriftliche Kontaktaufnahmen, durchsetzt mit hysterischen Anrufen. Jede erneute Zurückweisung wurde mit provozierenden, teils tief beleidigenden Schreiben beantwortet.

Irgendwann um 2010 trat eine Pause von etwa eineinhalb Jahren ein — die Zahlenangabe trifft hier ausnahmsweise sogar zu.

Im Jahr 2012 meldete sie sich erneut beim Kunden.
Und erst dann ging es richtig los (vgl. zweite Runde).

2. Runde: Die Thaleischweilersche Verteidigung

Eine Revanche nach dem gescheiterten Versuch der Jahre 2007–2010; der weitere Verlauf ist in der Galerie dokumentiert.

3. Runde: Teuflisches Unliebesspiel

Eine überraschende Rückkehr. Verlauf s. Galerie.

4. Runde: Lady Schmarotte

Die sexistentielle Sehnsucht meldet sich zurück — und drängt erneut auf die „Straße“ (vgl. Galerie).

Ein kleiner Bonus

Bilder einer Unbeziehung – der einzigen Verliebtheit in Statjanas Leben, bei der sie jegliche Vernunft verlor.

Statjanas Tag

Die oben präsentierte Mappe lag an diesem sonnigen Morgen mit einem beinahe schmunzelnden Hüllenausdruck auf der Anklagebank.

19. Juli 2017

Eine Heldin unserer Zeit

In der Hauptverhandlung vom 19. Juli 2017 wurde der Anklagepunkt „Verleumdung“ — trotz der erkennbar wohlwollenden Grundhaltung der Staatsanwältin, die das Verhalten von Frau Neider lediglich als ambivalent bewertete — ohne jede inhaltliche Auseinandersetzung zurückgezogen.

In diesem Sinne erlauben wir uns, Frau Neider die von ihr erträumte und offenbar wohlverdiente Urkunde auszustellen und verbleiben bis zu ihrer nächsten Aktion gegen uns mit verbindlichen Grüßen.

Der Happylog

It's me: my crippled inside and my real look

Genießen Sie Bilder von Stanjas Sexistenz jenseits der Liebe. Gute Pietät!
In Love we Trust © 2026 Conamore Image Makers